Zimtsterne mit Schokolade – die dekadente Variante des Weihnachtsklassikers
Ehrlich gesagt: Der klassische Baiser-Guss ist schön anzusehen, aber Zimtsterne mit Schokolade sind die Version, die bei mir als Erstes leer ist. Der Kontrast aus mandeligem, leicht klebrigem Keks und einer dünnen, knackigen Schokoladenschicht funktioniert einfach besser als reiner Zucker auf Zucker – und wer schon mal in einer guten Konditorei Zimtsterne probiert hat, kennt diese Variante oft sogar besser als das Original mit Eiweißguss.
Das Grundrezept bleibt fast identisch zum klassischen Zimtsterne Rezept, nur der Guss wird durch geschmolzene Schokolade ersetzt. Klingt nach einer Kleinigkeit, verändert aber Textur und Geschmack spürbar.
Inhaltsverzeichnis
Warum Schokolade statt Baiser funktioniert
Traditionell werden Zimtsterne mit einer aufgeschlagenen Eiweiß-Zucker-Mischung glasiert, die beim Backen nur leicht anzieht, aber nicht bräunt. Schokolade übernimmt hier eine andere Rolle: Sie wird nach dem Backen aufgetragen, bleibt glänzend und bricht beim Anbeißen mit einem angenehmen Knacken. Wer den Baiser-Guss ohnehin nicht mag oder zu klebrig findet, bekommt mit Schokolade eine Variante, die optisch genauso festlich wirkt, aber komplett anders schmeckt.
Kuvertüre oder normale Schokolade – was ist besser?
Für das Tauchen der Kekse lohnt sich der Griff zu Kuvertüre statt zu normaler Tafelschokolade. Der Unterschied liegt im Fettgehalt: Nach Angaben der Verbraucherzentrale Bayern muss Kuvertüre mindestens 31 % Kakaobutter enthalten, während normale Schokolade nur auf etwa 18 % kommt. Dieser höhere Fettanteil macht Kuvertüre beim Schmelzen deutlich flüssiger, wodurch sie sich gleichmäßiger auf die Kekse auftragen lässt und beim Abkühlen einen saubereren Glanz bekommt.
Wer nur normale Schokolade zur Hand hat, kann trotzdem loslegen – das Ergebnis wird nur etwas dickflüssiger beim Tauchen und braucht eventuell einen Tropfen neutrales Öl, um geschmeidiger zu werden.
Welcher Kakaoanteil ist der richtige?
Im Laden vor dem Kuvertüre-Regal zu stehen und sich zwischen 55, 70 und 85 Prozent zu entscheiden, ist fast schon eine eigene kleine Wissenschaft. Rechtlich ist das klar geregelt: Als “fein” oder “dunkel” darf sich Schokolade erst ab einem Kakaoanteil von mindestens 43 Prozent bezeichnen, Halb- oder Zartbitter beginnt bei 50 Prozent, und alles über 60 Prozent gilt als Bitterschokolade. Wichtig zu wissen, gerade wenn man auf den Zuckergehalt achtet: Je höher der Kakaoanteil, desto weniger Zucker steckt in der Tafel, wie die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in einem Vergleich verschiedener Produkte feststellte – eine Tafel mit 90 Prozent Kakao enthält demnach im Schnitt rund 40 Gramm weniger Zucker als eine mit nur 50 Prozent.
Für Zimtsterne bewährt sich in meiner Erfahrung eine Kuvertüre zwischen 55 und 60 Prozent am besten. Alles darüber schmeckt neben dem intensiven Zimt- und Mandelaroma schnell zu bitter und fast schon konkurrierend, während eine mildere Schokolade den Keks eher ergänzt als übertönt.
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Zutaten für Zimtsterne mit Schokolade

Ergibt ca. 30 Stück
Für den Teig:
- 3 Eiweiß (Größe M, kalt)
- 250 g Puderzucker
- 400 g gemahlene Mandeln
- 2 TL Ceylon-Zimt
- ¼ TL Salz
Für die Schokoladenglasur:
- 200 g Zartbitterkuvertüre (mind. 55 % Kakaoanteil)
- optional: 1 TL neutrales Öl für mehr Geschmeidigkeit
Zubereitung
1. Teig herstellen
Eiweiß steif schlagen. Puderzucker, gemahlene Mandeln, Zimt und Salz unterheben, bis ein kompakter Teig entsteht.
2. Kühlen
Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
3. Ausrollen und ausstechen
Arbeitsfläche mit Puderzucker bestäuben, Teig etwa 1 cm dick ausrollen und Sterne ausstechen.
4. Backen
Ofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Sterne auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und 12–15 Minuten backen, bis sie fest, aber innen noch weich sind.
5. Vollständig auskühlen lassen

Auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen – das ist bei dieser Variante besonders wichtig.
6. Kuvertüre schmelzen
Kuvertüre grob hacken und über einem warmen Wasserbad bei niedriger Temperatur langsam schmelzen, dabei gelegentlich rühren.
7. Tauchen
Jeden Keks zur Hälfte oder komplett in die geschmolzene Kuvertüre tauchen, überschüssige Schokolade abtropfen lassen und auf Backpapier zum Trocknen ablegen.
Warum die Kekse vor dem Tauchen komplett kalt sein müssen
Wer die Sterne zu früh in die Schokolade taucht, bekommt eine trübe, fleckige Glasur statt einer glatten Oberfläche. Restwärme im Keks lässt die Kuvertüre ungleichmäßig anziehen, was zu grauen Schlieren führt. Es lohnt sich also, wirklich Geduld zu haben und die Kekse vollständig auf Zimmertemperatur abkühlen zu lassen, bevor die Schokolade ins Spiel kommt.
Häufige Fehler bei Zimtsternen mit Schokolade
1. Kuvertüre zu heiß geschmolzen: Führt zu einer stumpfen, grauen Oberfläche statt Glanz. Lösung: bei niedriger Temperatur im Wasserbad schmelzen, nicht über direkter Hitze.
2. Kekse noch warm getaucht: Ergibt fleckige, ungleichmäßige Glasur. Lösung: vollständiges Auskühlen abwarten.
3. Zu viel Schokolade auf einmal: Macht die Kekse unnötig schwer und die Glasur tropft unschön. Lösung: überschüssige Kuvertüre nach dem Tauchen kurz über der Schüssel abtropfen lassen.
4. Falsche Schokoladensorte: Kakaoglasuren auf Palmfett-Basis werden nicht so glänzend und knackig wie echte Kuvertüre. Lösung: auf den Kakaobutter-Anteil auf der Verpackung achten.

Variationen
- Mit weißer Schokolade: Für einen milderen, süßeren Kontrast lässt sich Zartbitterkuvertüre 1:1 durch weiße Kuvertüre ersetzen.
- Nur zur Hälfte getaucht: Statt die ganzen Sterne einzutauchen, nur die Spitzen in Schokolade tunken – wirkt eleganter und braucht weniger Kuvertüre.
- Mit Streuseln bestreut: Direkt nach dem Tauchen mit gehackten Mandeln oder bunten Streuseln bestreuen, solange die Schokolade noch weich ist.
Wer stattdessen lieber bei der komplett mandeligen, mehlfreien Basis bleiben möchte, kann diese Schokoladenvariante übrigens genauso gut mit unserem Rezept für Zimtsterne ohne Mehl kombinieren – der Teig lässt sich 1:1 austauschen.
Lagerung und Haltbarkeit
Durch die Schokoladenschicht reagieren diese Zimtsterne etwas empfindlicher auf Wärme als die klassische Variante mit Baiser-Guss. Trotzdem gilt auch hier: luftdicht und trocken gelagert bleiben sie deutlich länger frisch, da Feuchtigkeit von außen sowohl der Schokolade als auch dem Mandelteig schadet. In einer gut verschlossenen Dose an einem kühlen, nicht zu warmen Ort halten sich die Kekse etwa 2 Wochen.

Häufig gestellte Fragen zu Zimtsternen mit Schokolade
Muss ich die Kuvertüre temperieren? Für den Hausgebrauch nicht zwingend, auch wenn professionell temperierte Schokolade knackiger bleibt. Ohne Temperieren kann die Glasur nach ein paar Tagen leicht matt werden, schmeckt aber genauso gut.
Kann ich normale Schokolade statt Kuvertüre verwenden? Ja, das funktioniert, allerdings wird die Glasur etwas dickflüssiger und weniger glänzend. Ein Teelöffel neutrales Öl gleicht das teilweise aus.
Warum wird meine Schokoladenglasur grau statt glänzend? Meist, weil die Kuvertüre zu heiß geschmolzen oder zu schnell abgekühlt wurde. Langsames Schmelzen im Wasserbad hilft.
Kann ich diese Variante mit dem mehlfreien Teig backen? Ja, problemlos – der Teig aus dem Zimtsterne ohne Mehl Rezept lässt sich genauso gut in Schokolade tauchen wie die klassische Version.
Fazit
Zimtsterne mit Schokolade sind die Variante für alle, die den klassischen Baiser-Guss gegen etwas Knackigeres eintauschen möchten. Der Grundteig bleibt gleich wie im Zimtsterne Rezept, nur der letzte Schritt macht den Unterschied. Wer noch experimentierfreudiger ist, kombiniert die Schokoladenglasur einfach mit dem mehlfreien Teig aus unserem Zimtsterne ohne Mehl Rezept.






