Martinsgans backen Rezept: Süße Hefegänse für St. Martin
Einleitung
Der Martinstag am 11. November ist in vielen deutschen Regionen ein besonderer Festtag, der mit Laternenumzügen, Martinsfeuer und traditionellem Gebäck gefeiert wird. Neben der klassischen Martinsgans als herzhaftes Hauptgericht erfreuen sich süße Martinsgänse aus Hefeteig großer Beliebtheit – besonders bei Kindern. Diese goldbraun gebackenen Hefegänse sind nicht nur ein optisches Highlight auf jeder Kaffeetafel, sondern begeistern auch mit ihrem butterzarten, leicht süßen Geschmack.
Das Martinsgans backen ist einfacher, als viele denken. Mit einem fluffigen Hefeteig, einer Füllung aus Butter und Zucker und etwas Geduld beim Formen entstehen wunderschöne Gänse, die an die Legende des heiligen Martin erinnern. Ob für den Kindergarten, die Schule oder einfach zum gemeinsamen Backen mit der Familie – dieses Rezept wird garantiert zum Erfolg und lässt sich hervorragend vorbereiten.
Inhaltsverzeichnis
Zutaten für etwa 12-15 Martinsgänse
Für den Vorteig:
- 100 ml lauwarmes Wasser
- 2 EL Zucker
- 30 g frische Hefe (alternativ 10 g Trockenhefe)
- 1 EL Weizenmehl (Type 550)
Für den Hefeteig:
- 500 ml lauwarme Milch
- 100 g geschmolzene Butter (plus etwas zum Bestreichen)
- 900-1100 g Weizenmehl (Type 550)
- 150 g Zucker
- 1 TL Salz
- 1 Ei (Größe M)
Für die Füllung:
- 50-80 g weiche Butter
- 3-4 EL Zucker
Zum Verzieren:
- Rosinen oder schwarze Pfefferkörner für die Augen
- Optional: Hagelzucker zum Bestreuen
Für den Zuckersirup:
- 50 ml heißes Wasser
- 2 EL Zucker
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt die Martinsgans
Schritt 1: Vorteig ansetzen
Beginne mit dem Vorteig, der dafür sorgt, dass der Hefeteig schön luftig wird. Gib das lauwarme Wasser in eine kleine Schüssel, füge Zucker, zerbröckelte frische Hefe und einen Esslöffel Mehl hinzu. Verrühre alles gut miteinander, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Stelle den Vorteig an einen warmen Ort und lass ihn etwa 15 Minuten gehen, bis sich sichtbare Bläschen bilden und die Oberfläche schaumig wird.
Schritt 2: Butter und Milch vorbereiten
Während der Vorteig aufgeht, schmilzt du die Butter vorsichtig in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle. Erwärme außerdem die Milch auf etwa 37 Grad – sie sollte handwarm, aber nicht heiß sein, damit die Hefe nicht abstirbt.
Schritt 3: Hefeteig zubereiten
Gib den aufgegangenen Vorteig in eine große Rührschüssel. Füge Salz, Zucker, die geschmolzene Butter, die lauwarme Milch und das Ei hinzu. Verrühre alles gründlich mit einem Schneebesen. Nun gibst du nach und nach das Mehl hinzu und knetest den Teig zunächst mit einem Rührlöffel, später mit den Händen oder der Küchenmaschine etwa 8-10 Minuten durch. Der Teig sollte geschmeidig sein und sich vom Schüsselrand lösen, aber noch leicht klebrig bleiben.
Schritt 4: Teig gehen lassen
Decke die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch oder Frischhaltefolie ab und stelle sie an einen warmen, zugfreien Ort. Lass den Teig 1 bis 1,5 Stunden gehen, bis er sich etwa verdoppelt hat. Danach drückst du den Teig vorsichtig mit der Faust zusammen (Teig „abschlagen”) und lässt ihn erneut 30 Minuten aufgehen. Wiederhole diesen Vorgang insgesamt 3 bis 4 Mal – das macht den Teig besonders feinporig und luftig.

Schritt 5: Teig portionieren
Bemehle deine Arbeitsfläche großzügig und lege den Teig darauf. Knete ihn kurz durch und teile ihn in etwa 12 bis 15 gleich große Stücke. Forme aus jedem Stück eine Kugel und lass sie kurz ruhen.
Schritt 6: Martinsgänse formen
Jetzt kommt der kreative Teil! Rolle jede Teigkugel zu einem Kreis von etwa 5-7 mm Dicke aus. Bestreiche die Oberfläche mit weicher Butter und streue Zucker darüber. Klappe den Teigkreis zur Hälfte zusammen, sodass eine Halbmondform entsteht.
Schneide mit einem scharfen Messer drei gleichmäßige Streifen in den Teig – schneide aber nicht ganz durch, sondern lass die Streifen an einer Seite verbunden. Der längste Streifen wird zum Hals und Kopf der Gans geformt: Ziehe ihn vorsichtig in die Länge, forme am Ende einen kleinen Schnabel und biege den Hals elegant nach oben. Die beiden kürzeren Streifen bilden die Flügel. Setze eine Rosine oder ein Pfefferkorn als Auge ein.
Schritt 7: Gehen lassen und backen
Lege die geformten Martinsgänse mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Decke sie nochmals ab und lass sie 20-30 Minuten gehen, bis sie merklich aufgegangen sind.
Heize den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Backe die Martinsgänse 20-25 Minuten, bis sie goldbraun sind. Achte darauf, dass die dünneren Teile (vor allem Hals und Kopf) nicht zu dunkel werden – decke sie bei Bedarf mit etwas Alufolie ab.
Schritt 8: Mit Zuckersirup glasieren
Während die Gänse backen, rührst du den heißen Zuckersirup an: Löse dafür 2 Esslöffel Zucker in 50 ml heißem Wasser auf. Bestreiche die frisch gebackenen, noch heißen Martinsgänse mit dem Sirup – so bekommen sie einen schönen Glanz und bleiben länger saftig.
Expertentipps für perfekte Martinsgänse
Temperatur ist entscheidend: Achte darauf, dass alle Zutaten und die Umgebung lauwarm sind. Hefeteig mag keine Kälte. Ein warmer Backofen (nur kurz angeschaltet und wieder ausgeschaltet) ist der ideale Ort zum Gehen lassen.
Teig nicht zu fest: Wenn der Teig zu fest ist, werden die Gänse trocken. Lieber etwas mehr Milch nehmen, bis der Teig weich und geschmeidig ist.
Geduld beim Gehen lassen: Das mehrmalige Abschlagen und Gehen lassen macht den Teig besonders fein und locker. Überspringe diese Schritte nicht!
Kreative Formen: Wenn die Gansform anfangs nicht perfekt gelingt, ist das kein Problem. Mit etwas Übung wird es immer besser, und auch „unperfekte” Gänse schmecken wunderbar.
Aufbewahrung: Die gebackenen Martinsgänse halten sich in einer Keksdose etwa 3-4 Tage frisch. Du kannst sie auch einfrieren und bei Bedarf kurz aufbacken.
Alternative Füllungen: Statt Zucker kannst du auch Zimtzucker, Mohn- oder Nussfüllung verwenden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich auch Trockenhefe verwenden? Ja, absolut! Verwende 10 g Trockenhefe anstelle von 30 g frischer Hefe. Mische die Trockenhefe direkt mit dem Mehl, bevor du die Flüssigkeiten hinzugibst.
Warum geht mein Hefeteig nicht auf? Häufige Ursachen sind zu kalte Zutaten, abgelaufene Hefe oder ein zu kühler Raum. Stelle sicher, dass die Milch und das Wasser handwarm sind und die Hefe frisch ist. Ein warmer Ort (etwa 25-30 Grad) ist ideal.
Wie lange sind die Martinsgänse haltbar? In einer luftdichten Dose halten sich die Gänse 3-4 Tage. Du kannst sie auch portionsweise einfrieren und bei Bedarf bei 150 Grad etwa 5-8 Minuten aufbacken.
Kann ich den Teig am Vortag vorbereiten? Ja, du kannst den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Am nächsten Tag lässt du ihn Raumtemperatur annehmen, formst die Gänse und backst sie frisch.
Meine Gänse werden zu dunkel – was tun? Die dünnen Teile wie Hals und Kopf bräunen schneller. Decke diese nach etwa 15 Minuten Backzeit vorsichtig mit Alufolie ab, damit sie nicht verbrennen.
Welche Alternativen gibt es zu Rosinen für die Augen? Du kannst schwarze Pfefferkörner, Schokodrops, kleine Stücke dunkler Schokolade oder auch Johannisbeeren verwenden.
Serviervorschläge
Die süßen Martinsgänse schmecken frisch aus dem Ofen am allerbesten, wenn sie noch leicht warm und wunderbar fluffig sind. Serviere sie zum Frühstück mit Butter und Marmelade, zum Nachmittagskaffee mit heißem Kakao oder als süße Überraschung beim Laternenumzug. Sie passen perfekt zu Kinderpunsch, Apfelsaft oder einer Tasse Tee.
Besonders festlich wird es, wenn du die Martinsgänse auf einer großen Platte anrichtest und mit herbstlicher Dekoration wie getrockneten Blättern, Kastanien oder kleinen Laternen umgibst. Für Kindergeburtstage oder St. Martinsfeiern in Kita und Schule sind die Hefegänse ein absoluter Hit und lassen sich auch gut mit Kindern zusammen backen.
Du suchst noch mehr Inspiration für besondere Backkreationen? Dann probiere doch auch unseren kreativen Dino Kuchen Rezept für den nächsten Kindergeburtstag oder unsere köstlichen Käsekuchen Kugeln, die sich perfekt zum Mitnehmen eignen.
Fazit
Eine Martinsgans backen ist ein wunderbares Ritual, das die ganze Familie zusammenbringt und die Vorfreude auf den St. Martinstag steigert. Mit diesem ausführlichen Rezept und den Expertentipps gelingen dir die süßen Hefegänse garantiert. Der Aufwand lohnt sich – denn der Duft von frisch gebackenem Hefeteig und der Anblick der goldbraunen Gänse machen jeden Martinstag zu etwas Besonderem.
Trau dich ruhig, das Formen der Gänse braucht ein wenig Übung, aber mit jedem Versuch wird es leichter. Und selbst wenn die ersten Gänse nicht perfekt aussehen, schmecken sie hervorragend! Also: Ärmel hochkrempeln, Hefe anrühren und losbacken. Deine Familie wird begeistert sein, und die selbstgemachten Martinsgänse werden garantiert zur neuen Tradition in deinem Haushalt. Viel Freude beim Backen und einen schönen Martinstag!






