Rhabarber-Tiramisu mit Vanille – frühlingshaft cremig
Rhabarber-Tiramisu ist ein frisches Schichtdessert für die Rhabarbersaison. Das leicht säuerliche Gemüse wird wie Obst verwendet und mit etwas Zucker zu einem weichen Kompott gekocht. Zusammen mit einer milden Mascarpone-Vanillecreme und Löffelbiskuits entsteht ein Nachtisch, der angenehm süß-säuerlich schmeckt. Die feinen rosa- und cremefarbenen Schichten passen zu einer frühlingshaften Kaffeetafel oder einem gemeinsamen Essen mit Gästen. Das Rezept kommt ohne rohe Eier und Alkohol aus und lässt sich im Kühlschrank gut vorbereiten.
Anders als viele Beeren muss Rhabarber für dieses Dessert unbedingt vor dem Schichten gekocht werden. Verwende nur die geputzten Stangen und entferne die Blätter vollständig. Das Kompott wird mit etwas Speisestärke gebunden, damit es nicht zu flüssig bleibt. Die Creme erhält ihre Stabilität aus Mascarpone, Quark und geschlagener Sahne. Die Löffelbiskuits werden kurz mit verdünntem Apfelsaft benetzt, damit der Rhabarbergeschmack klar im Vordergrund steht.

Das Rezept auf einen Blick
Portionen: 8 · Vorbereitung: 30 Minuten · Zubereitung: 12 Minuten · Kühlzeit: mindestens 240 Minuten · Ohne: Alkohol und rohe Eier.
Rhabarber-Tiramisu: Worauf es ankommt
Junger Rhabarber hat oft zartere Stangen und eine schöne rosa Farbe. Bei älteren, faserigen Stangen kannst du grobe Fasern abziehen. Das gekochte Kompott sollte nur leicht stückig sein und vor dem Schichten vollständig abkühlen. Probiere es nach dem Kochen, denn je nach Sorte braucht Rhabarber unterschiedlich viel Zucker, um angenehm zu schmecken.
Zutaten

- 600 g Rhabarberstangen, geputzt
- 250 g Löffelbiskuits
- 400 g Mascarpone
- 250 g Quark
- 220 ml kalte Schlagsahne
- 70 g Puderzucker
- 70 g Zucker für das Kompott
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 EL Speisestärke
- 2 EL kaltes Wasser
- 100 ml naturtrüber Apfelsaft
- 50 ml Wasser zum Verdünnen
- 1 TL fein geriebene Bio-Zitronenschale
Rhabarber-Tiramisu zubereiten – Schritt für Schritt
- Rhabarberblätter vollständig entfernen und nur die Stangen verwenden. Die Stangen waschen, bei Bedarf grobe Fasern abziehen und in etwa einen Zentimeter breite Stücke schneiden.
- Den Rhabarber mit Zucker und wenig Wasser in einen Topf geben. Sanft köcheln lassen, bis die Stücke weich werden und eine leicht stückige Kompottmasse entsteht.
- Speisestärke mit kaltem Wasser glattrühren, zum heißen Kompott geben und kurz aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und die Fruchtmasse vollständig auskühlen lassen.
- Mascarpone mit Quark, Puderzucker, Vanille und wenig Zitronenabrieb kurz glattrühren. Die kalte Sahne separat steif schlagen und vorsichtig unter die Creme heben.
- Apfelsaft mit Wasser verdünnen. Löffelbiskuits nur kurz darin benetzen und die erste Lage in eine rechteckige Dessertform legen. Die Hälfte der Vanillecreme darüberstreichen.
- Das abgekühlte Rhabarberkompott auf der Creme verteilen. Eine zweite Lage Biskuits auflegen, mit der restlichen Creme abschließen und die Form abgedeckt mindestens vier Stunden kalt stellen.
- Das Rhabarber-Tiramisu direkt aus dem Kühlschrank servieren. Nach Wunsch einige zurückbehaltene, gegarte Rhabarberstücke als Dekoration auflegen und die Portionen vorsichtig aus der Form heben.

Tipps für Rhabarber-Tiramisu
Rhabarber muss vor der Verwendung als Dessertkompott gekocht werden. Verwende ausschließlich die Stangen und entferne die Blätter vollständig. Bei sehr dicken Stangen grobe Fasern abziehen, damit später keine festen Fäden im Nachtisch stören.
Rhabarber hat eine ausgeprägte Säure. Probiere das Kompott nach dem Garen und süße bei Bedarf nach. Die Vanillecreme bringt zusätzlich Süße, deshalb muss die Fruchtschicht nicht vollkommen süß schmecken.
Das Kompott sollte gut gebunden und vollständig abgekühlt sein. Ist es noch warm oder sehr flüssig, wird die Mascarponecreme weich und die rosa Schicht verläuft. Eine flache Schüssel hilft beim schnelleren Abkühlen.
Apfelsaft eignet sich zum Benetzen der Biskuits, ohne den Rhabarbergeschmack zu überdecken. Verwende ihn verdünnt und tauche die Biskuits nur sehr kurz ein. So bleiben die Schichten stabil und angenehm zart.
Variationen und Servierideen
Ein Teil des Rhabarbers kann durch frische Erdbeeren ersetzt werden, die zum Ende der Kochzeit kurz mitgaren. Diese Variante schmeckt etwas süßer und erhält eine kräftigere Farbe. Für das hier beschriebene Rezept steht jedoch der reine Rhabarbergeschmack im Mittelpunkt.
Rhabarber-Tiramisu vorbereiten und aufbewahren
Rhabarberkompott lässt sich schon am Vortag kochen und nach dem Abkühlen gekühlt aufbewahren. Das fertige Tiramisu nach dem Schichten direkt abdecken und kalt stellen. Desserts mit Sahne und Mascarpone nicht lange ungekühlt lassen und Reste möglichst innerhalb von zwei Tagen verzehren.
Allgemeine Hinweise zum hygienischen Umgang mit empfindlichen Lebensmitteln und zur Kühlung selbst gemachter Cremes bietet das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Gerade Desserts mit Sahne und Mascarpone gehören bis zum Servieren in den Kühlschrank.
Häufige Fragen zu Rhabarber-Tiramisu
Kann ich Rhabarber roh in das Tiramisu geben?
Für dieses Rezept nicht. Die Stangen werden zuerst weich gekocht und leicht gebunden. Dadurch entsteht eine angenehme Konsistenz und die Fruchtschicht lässt sich gut verteilen. Rhabarberblätter gehören nicht in das Dessert.
Wie wird das Kompott schön rosa?
Roter Rhabarber färbt das Kompott häufig kräftiger als grüne Sorten. Für eine schöne Farbe die Stangen nicht unnötig lange kochen. Auch mit grünerem Rhabarber gelingt das Rezept, es sieht nur etwas anders aus.
Kann ich das Dessert schon am Vortag vorbereiten?
Ja. Durch die Ruhezeit werden die Löffelbiskuits gleichmäßig weich und die Creme stabilisiert sich. Das Kompott muss vor dem Schichten bereits kalt sein; anschließend die gefüllte Form gut abdecken und kühlen.
Weitere Dessertideen
Wenn du weitere Desserts mit cremigen Schichten ausprobieren möchtest, entdecke unser Zitronen-Tiramisu ohne Ei und das Erdbeer-Tiramisu. Beide bieten eine andere Kombination aus Zutaten und Aromen.
Fazit
Rhabarber-Tiramisu vereint die frische Säure eines selbst gekochten Kompotts mit einer milden Vanillecreme. Gut gebundene und ausgekühlte Fruchtstücke, nur kurz getränkte Löffelbiskuits und mehrere Stunden Kühlung sorgen für ein gelungenes Frühlingsdessert.
Rezeptkarte zum Ausdrucken

Rhabarber-Tiramisu mit Vanille – frühlingshaft cremig – Rezeptkarte
Zutaten
- 600 g Rhabarberstangen, geputzt
- 250 g Löffelbiskuits
- 400 g Mascarpone
- 250 g Quark
- 220 ml kalte Schlagsahne
- 70 g Puderzucker
- 70 g Zucker für das Kompott
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 EL Speisestärke
- 2 EL kaltes Wasser
- 100 ml naturtrüber Apfelsaft
- 50 ml Wasser zum Verdünnen
- 1 TL fein geriebene Bio-Zitronenschale
Anweisungen
- Rhabarberblätter vollständig entfernen und nur die Stangen verwenden. Die Stangen waschen, bei Bedarf grobe Fasern abziehen und in etwa einen Zentimeter breite Stücke schneiden.
- Den Rhabarber mit Zucker und wenig Wasser in einen Topf geben. Sanft köcheln lassen, bis die Stücke weich werden und eine leicht stückige Kompottmasse entsteht.
- Speisestärke mit kaltem Wasser glattrühren, zum heißen Kompott geben und kurz aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und die Fruchtmasse vollständig auskühlen lassen.
- Mascarpone mit Quark, Puderzucker, Vanille und wenig Zitronenabrieb kurz glattrühren. Die kalte Sahne separat steif schlagen und vorsichtig unter die Creme heben.
- Apfelsaft mit Wasser verdünnen. Löffelbiskuits nur kurz darin benetzen und die erste Lage in eine rechteckige Dessertform legen. Die Hälfte der Vanillecreme darüberstreichen.
- Das abgekühlte Rhabarberkompott auf der Creme verteilen. Eine zweite Lage Biskuits auflegen, mit der restlichen Creme abschließen und die Form abgedeckt mindestens vier Stunden kalt stellen.
- Das Rhabarber-Tiramisu direkt aus dem Kühlschrank servieren. Nach Wunsch einige zurückbehaltene, gegarte Rhabarberstücke als Dekoration auflegen und die Portionen vorsichtig aus der Form heben.






